Die Landeshauptstadt von Tirol, Innsbruck, liegt inmitten einer prächtigen Hochgebirgslandschaft im Inntal, am Ausgang des Wipptales. Sie wird vom Inn durchquert und trennt das Obere vom Unteren Inntal. Am bedeutenden Schnittpunkt der Nord-Südverbindung der Ostalpen mit der Ost-Westverbindung über den Arlberg gelegen, ist die Stadt kulturelles, wirtschaftliches und Fremdenverkehrszentrum (Kongreßhaus), Universitäts- und Messestadt. 1964 und 1976 war Innsbruck Austragungsort der Olympischen Winterspiele.
Geschichte
Wiener Neustadt begraben ließ. Die an beiden Seiten des Kirchenschiffes stehenden 28 überlebensgroßen Bronzestatuen, Schwarzen Mander, sind Abbildungen der Ahnen Kaiser Maximilians. In Nachbarschaft der Kirche befindet sich das Tiroler Volkskunstmuseum
mit 22 Tiroler Bauernstuben von der Gotik bis Rokoko, sowie Trachten, Krippen usw. Gegenüber der Hofburg am Rennweg sind die Stadtsäle,
davor der Leopoldsbrunnen, ein Reiterstandbild Erzherzog Leopold des V., anschließend das Landestheater,
erbaut Im klassizistischen Stil 1 841 -1846, am Haupteingang mit 4 korinthischen Säulen. Nach Renovierung und moderner Umgestaltung 1967 wieder eröffnet. An das Landestheater schließt der Hofgarten an, ein schön gepflegter Park mit alten Bäumen, abends beleuchtet. Im Hofgartenbereich liegt der Kunstpavillion, mit Ausstellungen Tiroler Künstler. Vor dem Hofgarteneingang das Erzherzog Eugen Denkmal, 1957 von H. Andre geschaffen. Gegenüber am Rennweg das neue Kongreßhaus – Congress Innsbruck.
Hier wurde die ehemalige Reitschule und Mauthaus, Dogana, 1628 von Chr. Gumpp als Hoftheater erbaut und für Reitspiele und Hoffeste verwendet, in das Kongreßzentrum 1971 integriert.
Gegründet von den Römern als Militärlager ‘Veldldena’ (heute Wüten) vor 2000 Jahren. Die ursprüngliche Siedlung entstand am Nordufer des Inns (Hötting) und wurde 1180 an die heutige Stelle der Altstadt verlegt, mit einer Brücke verbunden und 1239 zur Stadt erhoben. Innsbruck kam 1363 an die Habsburger und war zeitweise Residenz Kaiser Maximilians I. und wurde durch Eingliederung Tirols an Österreich 1420 Landeshauptstadt. Zur Zeit der Tiroler Befreiungskämpfe gegen Napoleon war sie Hauptquartier Andreas Hofers (Tiroler Freiheitsheld), der 1809 am Bergisel in 3 Schlachten siegreich war.
Verkehr
Innsbruck ist ein Verkehrsknoten. Eisenbahnlinien von Wien-Salzburg, München (Westbahn), München-Garmisch Partenkirchen (Karwendelbahn), Zürich-Bregenz (Arlbergbahn) und Verona-Bozen (Brennerbahn) treffen am Hauptbahnhof zusammen. Eine örtliche Lokalbahn, die Stubaitalbahn (Innsbruck-Fulpmes), hat ihren Ausgangsbahnhof in Wilten, ebenso die Linie 6 (Mittelgebirgsbahn) nach Igls.
Die Inntalautobahn Al 2 (München, Wien-Salzburg) führt an Innsbruck vorbei ins Oberinntal durch den Arlbergtunnel nach Vorarlberg. Die Brennerautobahn A13 (Maut) zweigt von der Inntalautobahn nach Italien ab. Die Tiroler Bundesstraße B171 durchzieht die Stadt (Kufstein-Arlberg), ebenso die B174. Die Brennerbundesstraße B182 (Innsbruck-Brenner) hat ihren Anfang in Innsbruck. Nebenstraßen vom Ausgangspunkt Innsbruck: Dörferstraße über Thaur nach Hall, die Luigenstraße über Egerdach nach Ampaß, die Schloßstraße am Schloß ^Ambras vorbei nach Aldrans und auf das südöstliche Mittelgebirge,
die Völserstraße nach Kematen oder über Götzens Ins südwestl. Mittelgebirge (Axamer Lizum). Vom Autobusbahnhof beim Hauptbahnhof verkehren Autobusse der Post und Bahn in alle die Stadt umgebenden Orte. Außerdem gehen auch Linien der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (in der Karte blau eingezeichnet) nach Rum, Thaur, Absam und Hall i.T.
Vom Congress Innsbruck reicht die neue Hungerburgbahn (Standseilbahn) über Löwenhaus und Alpenzoo zur Hungerburg. Von der Hungerburg führt die Nordkettenbahn (Großkabinenseilbahn) in zwei Sektionen über die Seegrube zum Hafelekar 2269m. In Igls führt die Patscherkofelbahn (Großkabinenseilbahn) auf den Patscherkofel 1951 m. Im Westen der Stadt liegt der Flughafen Innsbruck-Kranebitten für Charter- und Linienverkehr.
Freizeitanlagen
Mehrere Hallenbäder, Freibad Tivoli, Badesee Rossau, Völser Badl, kleine Badeseen In der Umgebung, Kinderspielplätze, 3 Fitmeilen, Tennisplätze, Tennishallen, Reithalle, Minigolfanlagen, Kegelbahnen, Radwege und vom Stadtbereich ausgehend viele Wanderwege.
Camping
An das Volkskunstmuseum schließt die Alte Universität, ein barocker Langbau an, die als Jesuitenkolleg ab 1562-1670 und seit 1776 als Universität geführt wird. Anschließend die 60m hohe Kuppel der Jesuiten- oder Universitätskirche, Mitte 17. Jhdt. im römischen Frühbarock erbaut. Theologische Fakultät mit der Alten Bibliothek, 1600 erbaut, vom G.A. Gumpp 1722 umgestaltet, schöne Stuckdecken. Anschließend das
Jesuitenkolleg.
Maria Theresien Straße
Vom Goldenen Dachl durch die Herzog Friedrich Straße, wie beschrieben zum Anfang der Maria Theresien Straße. In der Neustadt ist die Maria Theresien Straße eine der imposantesten Hauptstraßen Europas mit schönen Bürgerhäusern (Spitalkirche, Rathaus, Annasäule, Servitenkirche, Palais Fugger und Trapp, Altes Landhaus). Spitalkirche, barock, 1700 erbaut. In der Straßenmitte die Ännasäule, errichtet zur Erinnerung an den Abzug der Bayern am Annatag 1703, gegenüber das Rathaus mit den neuen Rathaus Galerien. In dieser von Architekt Dominique Perrault gestalteten Passage findet man Geschäfte, Restaurants und einen 37 m hohen Glasturm mit 360° Panorama. Auf der Maria Theresien Straße gelangt man in südlicher Richtung weiter zum Landhaus, 1725 vom Stadtbaumeister Gumpp im italienischen Barock erbaut. Daneben das
Palais Fugger-Taxis, erbaut im 17. Jhdt., mit alter Poststation und Galerie im Taxispalais (Ausstellungen internationaler und österreichischer zeitgenössischer Kunst. LeseRAUM: internationale Kataloge, Kunsttheorie und -Zeitschriften. Interessante moderne Architektur in barockem Palais). Gegenüber Palais Trapp, erbaut im 17. Jhdt. Man sieht hier bereits die Triumphpforte, erbaut 1765 aus Höttinger Breccie und weißem Marmor, anläßlich der Vermählung von Leopold von Toscana mit der spanischen Prinzessin Ludovica und des Todes von Kaiser Franz I. Auf der Südseite Symbole der Freude und Liebe, auf der Nordseite Sinnbilder der Trauer und des Todes.
Altstadt
Sehenswert ist die gesamte Altstadt mit engen Gassen, alten Bürgerhäusern und überdachten Fußwegen (Lauben). Auf einer platzartigen Straßenerweitung im Zentrum der Altstadt befindet sich das Wahrzeichen Innsbrucks, das Goldene Dachl.
Ein spätgotischer, 16 m hoher Erker, um 1500 erbaut, mit 3.450 vergoldeten Kupferschindeln. Schräg gegenüber das Helblinghaus,
ein ursprünglich spätgotisches Gebäude, das ca. 1730 mit reichen Rokokostukkaturen geschmückt wurde. Auf der Herzog Friedrich Straße in südlicher Richtung zum Alten Rathaus, gotisch, in der Mitte des 14. Jhdt. erbaut, mit dem 56 m hohen Stadtturm mit schöner Uhr und Sonnenuhr (16. Jhdt.), sowie mit dem in 32 m Höhe befindlichen Rundgang mit Blick auf die Stadt und die sie umgebenden Berge. Gegenüber das Katzunghaus, 16. Jhdt. mit Reliefs und Ecktürmchen und das Sehenswert ist die gesamte Altstadt mit engen Gassen, alten Bürgerhäusern und überdachten Fußwegen (Lauben). Auf einer platzartigen Straßenerweitung im Zentrum der Altstadt befindet sich das Wahrzeichen Innsbrucks, das Goldene Dachl.Ein spätgotischer, 16 m hoher Erker, um 1500 erbaut, mit 3.450 vergoldeten Kupferschindeln. Schräg gegenüber das Helblinghaus,ein ursprünglich spätgotisches Gebäude, das ca. 1730 mit reichen Rokokostukkaturen geschmückt wurde. Auf der Herzog Friedrich Straße in südlicher Richtung zum Alten Rathaus,gotisch, in der Mitte des 14. Jhdt. erbaut, mit dem 56 m hohen Stadtturmmit schöner Uhr und Sonnenuhr (16. Jhdt.), sowie mit dem in 32 m Höhe befindlichen Rundgang mit Blick auf die Stadt und die sie umgebenden Berge. Gegenüber das Katzunghaus, 16. Jhdt. mit Reliefs und Ecktürmchen und das Trautsonhaus, man die Herzog Friedrich Straße weiter in Richtung Andreas Hofer Straße geht, kommt man knapp vor deren Ende zum Kohleggerhaus, 16. Jhdt., mit Fresken in den Lauben, anschließend beiderseits der Straße die Hauptwache, im Mittelalter Hofstallungen und die Karlsburg mit dem Kolbenturm aus dem 16. Jhdt., Fassadenmalereireste. Hier beginnt die breite Maria Theresien Straße. Weitere sehenswerte Gebäude in der Altstadt mit Ausgangspunkt Goldenes Dachl: Von diesem in westlicher Richtung in der Herzog Friedrich Straße zum Inn, am Alten Regierungsgebäude erbaut 1520, nach einem Erdbeben im 17. Jhdt. vom Innsbrucker Stadtbaumeister Gumpp barock umgestaltet, vorbei zur Ottoburg, einer vierstöckigen Wohnburg mit Erkern, 1500 erbaut, davor das Denkmal Anno 1908, eine Bronzeplastik von C. Plattner. Wieder zurück zum Ausgangspunkt Goldenes Dachl. Von dort durch die Pfarrgasse zum Domplatz und zum Dom St. Jakob, einem barocken Bau, um 1720 errichtet. Im Inneren Grabdenkmal Erzherzogs Maximilian, Deckenbilder von K.D. Asam aus München. Ebenso gelangt man vom Goldenen Dachl durch die Hofgasse zur
Hofburg
Diese wurde von Erzherzog Sigmund 1460 baulich begonnen und um 1510 von Kaiser Maximilian I. vollendet. Die Hofburg wurde nach einer Beschädigung durch ein Erdbeben von Martin Gumpp zu einer barocken Anlage umgebaut. Im Südflügel befindet sich die Hofburgkapelle, im Ostflügel der Riesensaal mit Fresken von Maulpertsch. Schräg gegenüber im gleichen Ensemble, nur durch Durchfahrten getrennt, ist die Hofkirche. Sie wurde nach Plänen von A. Crivelli 1553-1563 erbaut und um 1700 wurde das Innere der Kirche barock umgestaltet. Links neben dem Hauptportal sind die Grabmäler der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Peter Haspinger. Unter der Stiege zur Silbernen Kapelle, ist das Grabmal der Katarina von Loxan. Die Grabkapelle vom Tiroler Fürsten Erzherzog Ferdinand und seiner Gemahlin ist westlich an die Hofkirche angebaut. In der Mitte des Kirchenschiffes erhebt sich das Kaisergrab von Kaiser Maximilian dem I. Seitlich am Sarkophag befinden sich 24 Reliefs aus seinem Leben. Der Sarkophag ist leer, da sich der Kaiser auf eigenen Wunsch in Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, das 1823 gegründet, urgeschichtliche, naturkundliche und kunsthistorische Sammlungen Tiroler Kunst, sowie gotische und barocke Bildwerke aufbewahrt. Ein weiteres Museum ist das Zeughaus, ein viereckiger Bau mit großem Hof und Eckbastei, zwischen 1502 und 1505 von Kaiser Maximilian I. erbaut. Hier werden Bergbau, Technik, Kartographie und Waffen ausgestellt. Die Neue Universität – Leopold-Franzens-Universität am Innrain ist die drittälteste Universität Österreichs ? mit sieben Fakultäten und ungefähr 25.000 Studenten. 1 In Wilten: Basilika Wilten, eine der schönsten Rokokokirchen Tirols, ursprünglich gotisch, erbaut vom Baumeister F. de Paula Penz 1755. Rokokokanzel, schöner Hochaltar mit Wiltener Gnadenbild. Stift Wilten, rechteckiger Barockbau, 1138 urkundlich erwähnt, anschließend die
Stiftskirche
ein Barockbau von Chr. Gumpp, 1651-1665 erbaut, frühere alte Kirche bereits 1181 erwähnt. Beim Kirchenportal zwei überlebensgroße Riesenstatuen in den Fassadennischen, links der KlosTergründexund Drachentöter Riese Haymorvcerhts H| der vom Riesen Haymon im Zweikampf getötete Riese Thyrsus. Sehenswert der schwarze vergoldete Hochaltar. Von der Basilika und Stiftskirche Wilten geht man auf der Brennerstraße ein kurzes Stück und steigt dann auf einem Fußweg zum Bergisel auf. Der Bergisel ist eine im Süden von Innsbruck gelegene Anhöhe, auf der 1809 die Tiroler Freiheitskämpfe stattfanden. Am Bergisel sind mehrere sehenswerte Baulichkeiten. Eine davon ist das Andreas Hofer Denkmal, das den Tiroler Freiheitskämpfer zeigt und von H. Natter 1893 geschaffen wurde. Gleich daneben, das Kaiserjägermuseum mit Ausstellungsstücken der Tiroler Kaiserjäger. Von der Aussichtsplattform genießt man einen schönen Ausblick auf die Stadt und die sie überragende Nordkette. Etwas oberhalb liegt die Olympia Schisprungschanze, die zu den 9. Olympischen Spielen 1964 errichtet und 2002 von Zaha Hadid neu gebaut wurde. 1976 wurde eine zweite Feuerschale für die zweiten Olympischen Winterspiele, die in Innsbruck abgehalten wurden, errichtet. Nicht weit vom Bergisel an der Olympiastraße liegt das
Olympia Eisstadion
das ebenfalls 1964 errichtet, 2004 renoviert wurde und ca. 10.000 Besuchern Platz bietet. Die Halle wird auch für kulturelle Großveranstaltungen verwendet. Östlich vom Eisstadion befindet sich die neue, kleine Eishalle, nördlich das Tivoli Freibad und südlich das neue
Tivolistadion, das 1999 erbaut wurde und bei der – Fußball EM 2008 30.000 Zuschauer fasst. ” Mühlauer Brücke am Rennweg steht der Bau des Rundgemäldes der Schlacht am Bergisel. Dieses Rundpanorama von über 1.000 m2 stellt die, für die Tiroler siegreich verlaufene Bergiselschlacht vom 13. August 1809 unter Andreas Hofer gegen Bayern und Franzosen dar. Vom ‘ Congress Innsbruck oder Löwenhaus mit der neuen Hungerburgbahn (ab 2007 – Standseilbahn mit Station Alpenzoo) auf die Hungerburg, einer Ansiedlung auf einer Terrasse auf dem Südabfall der Nordkette. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf Innsbruck und seine im Süden befindlichen Berge, wie Patscherkofel, Serles und Nockspitze (Kalkkögel). Hierher kann man auch an der Weiherburg und am Alpenzoo (zeigt Tiere, die in den Alpen vorkommen) vorbei, zu Fuß aufsteigen.
Etwas westlich, im Stadtteil Hötting, ist die Alte Höttinger Kirche aus dem 13. Jhdt. mit barockem Turmhelm sehenswert, ebenso der Botanische Garten.
Im Südosten de’ Stadt, am Hang des südöstlichen Mittelgebirges, von einem romantischen Schloßpark mit Teichen und Wasserfall umgeben, liegt das Hoch- und Unterschloß, Schloß Ambras. Die ehemals mittelalterliche Burg wird von Erzherzog Ferdinand II. 1564-1583 zu einem Renaissanceschloß igebaut. Der Erzherzog gründete die Ambraser ammlung, eine Kunst-, Raritäten- und Waffensammlung. Im Schloß der Spanische Saal, 43×10m, monumentaler Saalbau der Renaissance, an den Seitenwänden 26 Bildnisse Tiroler Landesfürsten, Einlegearbeiten an den Türen, prächtige Kassettendecke. Schöner Ausblick vom Schloß auf die Stadt und die Nordkette.